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Untergrund prüfen und vorbereiten: fest, eben, trocken, sauber

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Kurz beantwortet

Der Untergrund muss fest, eben, trocken und sauber sein; Festigkeit und grobe Ebenheit können Sie selbst prüfen. Die Restfeuchte wird vom Fachbetrieb per CM-Messung bestimmt – ein Folientest ersetzt sie nicht.

Zementestrich mit aufgelegter Richtlatte und Messkeil

Der Untergrund entscheidet oft mehr über die Haltbarkeit als der Belag. Er muss fest, eben, trocken und sauber sein.

Was muss der Untergrund können?

Der Untergrund muss fest, eben, trocken und sauber sein
Eigenschaft Woran es scheitert
Fest Estrich sandet, bröselt oder bewegt sich
Eben Mulden und Absätze zeichnen sich im Belag ab
Trocken Restfeuchte wird unter dem dichten Belag eingeschlossen
Sauber Kleberreste, Farbe, Pflegemittel und Staub verhindern die Haftung

Was können Sie selbst prüfen?

  1. Festigkeit Mit einem Nagel oder Schraubendreher kräftig über die Fläche kratzen – löst sich Material, trägt der Untergrund nicht.
  2. Ebenheit Eine lange, gerade Latte in mehreren Richtungen auflegen und gegen das Licht schauen.
  3. Risse Sichtbare Risse markieren und fotografieren.
  4. Alter Belag Prüfen, ob er rundum fest sitzt oder sich an Rändern und Nähten löst.

Achtung: Ein Folientest zeigt höchstens grobe Nässe. Für die Belegreife ist er nicht aussagekräftig – ein trockener Folientest heißt nicht, dass der Estrich trocken genug ist.

Wie wird Restfeuchte gemessen?

Fachmann entnimmt eine Estrichprobe für die CM-Messung, daneben der Messkoffer

Mit der CM-Methode: Eine Probe aus dem gesamten Estrichquerschnitt wird in einer Druckflasche mit Calciumcarbid gemessen. Das macht der Fachbetrieb, er ist dazu nach DIN 18365 ohnehin verpflichtet.

Estrich unbeheizt beheizt
Zementestrich max. 2,0 CM-% max. 1,8 CM-%
Calciumsulfatestrich max. 0,5 CM-% max. 0,3 CM-%

Das sind die üblichen Grenzwerte für die Belegreife in Deutschland. Für Schnellestriche gelten die Werte des jeweiligen Herstellers.

Wie eben ist eben genug?

Ebenheit prüfen: Richtlatte über einer Mulde, Messkeil misst das Stichmaß, höchstens 4 mm auf 1 m

Gemessen wird nach DIN 18202 mit Richtlatte und Messkeil. Für fertige Bodenflächen gilt dort bei 1 m Messpunktabstand ein Stichmaß von höchstens 4 mm.

Tipp: Viele Belaghersteller verlangen strenger, bei Vinyl etwa höchstens 2 bis 3 mm auf 2 m. Maßgeblich ist die Verlegeanleitung des Belags.

Wann wird gespachtelt?

Ausgleichsmasse wird mit der Glättkelle auf grundiertem Estrich verteilt
  1. Reinigen Lose Teile, Staub und Trennschichten entfernen, ggf. anschleifen.
  2. Grundieren Die Grundierung passend zum Untergrund wählen – saugender Estrich braucht eine andere als dichte Fliesen.
  3. Spachteln Ausgleichsmasse in der Schichtdicke laut Merkblatt aufziehen.
  4. Trocknen lassen Die Wartezeit steht im technischen Merkblatt und gilt nur für dieses Produkt.

Alten Belag entfernen oder drauflassen?

Liegen bleiben kann nur, was fest sitzt, eben ist und zum neuen Belag passt. Lose, weiche oder textile Altbeläge kommen in der Regel raus.

Achtung: Lose Kleberreste werden abgeschliffen oder abgefräst. Ob feste Reste überspachtelt werden dürfen, entscheidet das Merkblatt von Grundierung und Spachtelmasse.

Wann sollte ein Profi ran?

Bei Zweifeln an Festigkeit, Ebenheit oder Feuchte lassen Sie die Fläche vor dem Materialkauf ansehen. Jede Schicht kostet zudem Aufbauhöhe – prüfen Sie Türen und Übergänge vorher.

Welcher Vinylboden zu Ihrem Untergrund passt, zeigt Klickvinyl oder Klebevinyl.

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